Sharing Community an der Universität Basel nominiert für Faktor-5-Preis

sharingCommunityEin paar launische Bemerkungen zum Einstieg:

«Intelligent konsumieren». Grundsätzlich ist das sicherlich eine gute Sache, aber wie bringt man Menschen dazu ihr Konsumverhalten zu ändern? Müsste das nicht bereits in den frühesten Schuljahren geschehen? An der Uni Basel scheint man der Meinung zu sein, dass auch die Universität Voraussetzungen schaffen kann, um neue Wege des Konsums direkt zu leben resp. erleben. «Faktor Fünf» ist ein Buch aus dem Jahre 2010, worin Ernst Ulrich von Weizsäcker die Formel für nachhaltiges Wachstum näher beschreibt. Jedes Jahr wird ein gleichnamiger Preis verliehen, der «Faktor-5-Preis». Dieses Jahr wurde auch ein #SharingProjekt für die Preisverleihung von Ende Juni nominiert, welches ich kurz beschreiben möchte.

Zum eigentlichen Thema:

Das Projekt «sharing community Universität Basel»:

An der Uni Basel Ab September 2014 müssen die Studierenden der Uni Basel nicht mehr alle Gegenstände selber kaufen, die sie für ihren Alltag und ihr Studium benötigen. Sie brauchen aber auf nichts zu verzichten, denn sie können das Gewünschte einfach miteinander teilen.

Wie funktionierts?

SharingCommunity Uni BaselEin Student möchte z.B. eine Slackline ausleihen und geht auf die Website der Sharing Community (white-label-platform by www.qipp.com) und gibt „Slackline“ ein.

Es werden ihm alle Slacklines angezeigt, die an der Uni Basel ausgeliehen werden können.

Er wählt eine aus und schaut sich Foto und Beschreibung an.

Er klickt auf „Ausleihen“.

Es wird ihm angezeigt, wo er die Slackline abholen kann (an der Uni oder in Absprache mit dem Besitzer)

Das «Sharing Projekt der Uni Basel» hat zum Ziel:

–    Konsum der Studenten/Mitarbeiterinnen minimieren

–    Leute miteinander verbinden

–    Bewusstsein für das Teilen fördern (auch außerhalb des Projekts)

–    Integration von Austauschstudenten. Diese haben die Möglichkeit, Gegenstände auszuleihen, die sie weit weg von zuhause nicht zur Verfügung haben. So wird Integration gefördert

Gegenwärtig läuft das Publikumsvoting auf www.bazonline.ch. Wer seine Stimme diesem Projekt geben will, oder auch einem anderen, kann diesen Link benutzen.

Wer jetzt den Zusammenhang zum «Faktor Fünf – Formel für nachhaltiges Wachstum» sucht, helfen vielleicht die abschließenden Bemerkungen:

  • Ein derartiges Projekt kann eine «Leuchtturmfunktion» einnehmen und andere Universitäten oder Unternehmen dazu motivieren, identische Initiativen zu lancieren;
  • Gemeinsamer Konsum hat einen positiven Effekt auf das Konsumverhalten generell und ist somit eine Art «intelligenter Konsum durch Kauf-Verzicht»;
  • In Bezug auf die Einsparung von grauer Energie sei noch darauf hingewiesen, dass eine Reduktion des Energieverbrauchs der Haushalte nicht ausreicht, da Güter auch Emissionen während ihres Produktlebenszyklus verursachen;
  • Last but not least: Studenten mit weniger finanziellem Spielraum wird die Möglichkeit gegeben, Gegenstände auszuleihen, die ihnen von Studenten mit mehr finanziellem Spielraum zur Verfügung gestellt werden.
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Kategorien:Business Modelle, Strategien

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