Platz schaffen in Pendlerzügen

Ein paar launische Bemerkungen zum Anfang.

Tagi472013

Überfüllte Züge, verstopfte Autobahnen. Wer ärgert sich nicht über diesen Zustand. Selbst die Arena hat versucht von Politikern und Verbandsverantwortlichen zu erfahren, wie man diesen Zustand ändern könnte.

Leider musste der Zuseher anlässlich der letzten Arena feststellen, dass es wieder einmal wichtiger, ideologische und dogmatische Statements zu platzieren, anstatt lösungsorientiert zu diskutieren.

 

Zum eigentlichen Thema.

Heute publizierten die Zeitungen eine Studie eines Versuches, welchen die SBB zusammen mit Swisscom durchgeführt haben.

Unter der Bezeichnung „WorkAnyWhere“ wurde im Februar und März 2013 untersucht, ob man die Pendelzüge entlasten könnte, wenn man die Arbeitszeit und den Arbeitsort verändern würde.

Die Studie brachte einige interessante Resultate ans Tageslicht:

Würden alle Unternehmen der Schweiz flexibles Arbeiten aktiv unterstützen, dann ergäbe sich ein beachtlicher Entlastungseffekt: Falls alle Bahn-Pendler, die aufgrund ihrer Tätigkeit flexibel arbeiten können und dies auch wollen 20% ihrer Fahrten auf Zeiten ausserhalb der Hauptverkehrszeiten verlagern, werden die Züge während den Stosszeiten um 7% entlastet.

Potenzial zur Entlastung der Hauptverkehrszeit  –13%. Wenn alle Beschäftigten in der Schweiz, die flexibel arbeiten können und wollen, wie die Studienteilnehmenden arbeiten würden, wären 13% weniger Pendler zu den Hauptverkehrszeiten unterwegs.Wenn nur schon etwas flexibler gearbeitet würde (zusätzlich 1 bis 2 Fahrten pro Woche ausserhalb der Hauptverkehrszeiten) wäre es 7% weniger.

Fazit

  • Arbeitsmodelle müssen verändert werden

Es gibt aber noch weitere Möglichkeiten, nämlich das „Ride Sharing“.  Man stelle sich vor, dass in jedem Pendlerauto mindestens 2 Personen zusammen fahren, anstatt eine Person alleine. Dieser Ansatz steckt in der Schweiz noch in den Kinderschuhen. In den USA gibt es – z.B. in der Peripherie der grossen Städte wie Los Angeles – spezifische Fahrspuren für sogenannte „Carpools“, d.h. Fahrzeuge mit mehr als einer Person. Diese haben Vorfahrt und kommen zügiger voran. Wenn mehrere Personen zusammen fahren, entlastet dies nicht nur den ÖV, sondern hat auch einen positiven Effekt auf die Stausituation auf unseren Strassen.

Mehr dazu in einem späteren Blogartikel.
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Kategorien:Studien und Whitepapers

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