Anstelle von Lösungen, droht die Politik

Ein paar launische Bemerkungen zum Anfang:

Es ist immer wieder erstaunlich festzustellen, dass Innovation und Erfindergeist bei Menschen unterschiedliche Reaktionen auslösen. Die einen finden die Idee einfach „genial“. Wiederum andere applaudieren zumindest den Versuch etwas Neues zu machen. Es gibt aber auch Menschen, welche eher dazu neigen „das Haar in der Suppe“ zu suchen.topelement

Zum eigentlichen Thema:

Ich war schon etwas überrascht, heute im Tagi einen Artikel zu finden mit dem Titel „Privates Parkplatz-Teilen: Stadtrat droht mit rechtlichen Schritten“.

Anfang 2013 wurden 2 Apps lanciert Park it und Parku. Darin stellen Private – ganz im Sinne der #shareconomy –  die tage-/stundenweise nicht benötigten Parkplätze zur Verfügung. Die Parkplatzgebühr wird 65/35 geteilt zwischen Anbieter und Vermittler.

Es gibt nun Politiker, welche sich an dieser Idee stoßen. Argumentiert wird mit den üblichen Statements wie „es gibt genügend Parkplätze in der Stadt“, oder „diese Lösungen generieren ungewollten Zusatzverkehrr“.  Der Stadtrat (sprich: das Tiefbauamt) stellt nun fest, dass Parkplätze bewilligungspflichtig sind. Es wird auch darauf hingewiesen, dass dieses private Vermieten/Vermitteln, die gültigen Parkplatzregelungen (nämlich die Parkplatzbeschränkungen) unterlaufen.

All dies ist zwar nachvollziehbar, jedoch stelle ich mir hier einmal mehr die Frage:

  • glaubt die Politik immer noch, dass man Mobilität „verbieten“ kann?
  • glaubt die Grüne Partei immer noch, dass Verbote die Lösung für ökologische Herausforderungen darstellt?
  • ist es nicht vielmehr so, dass wir „unnötiges im Quartier Herumfahren“ reduzieren, wenn man einen vorbestellten Parkplatz benutzen kann?
  • ist es nicht vielmehr wünschenswert, private Initiativen zu unterstützen, als mit staatlicher Drohung Verhinderungspolitik zu betreiben?

Shareconomy ist eine Trendwende, welche sich nicht mit staatlichen Verboten umgehen lässt. Wenn eine Person ihren privaten Besitz mit jemand anderem teilen will, sehe ich nicht ein, dass der Staat mit Sanktionen drohen soll oder darf.

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Kategorien:Politische Aspekte

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